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8 Fragen an kleine Holzspielzeug-Hersteller

Woody-Toys befragte auf der Spielwarenmesse 2012 in Nürnberg fünfzehn Hersteller von Holzspielzeug aus Deutschland und der Schweiz zu den Themen Produktion, Nachhaltigkeit und optionale Zertifizierungen nach ihrer Meinung. Es wurden acht Fragen gestellt. Im folgenden sehen Sie eine Auflistung der Fragen, die Verteilung der Antworten und die Interpretationen aus den Gesprächen.

Beeinflusst Sie die Holzspielzeugproduktion in Fernost?

Ja 15, Nein 0

Die Frage nach der Konkurrenzsituation mit Blick auf Fernost wurde eindeutig mit „Ja“ beantwortet. Es kommen zunehmend neue Hersteller hinzu und bieten eine Masse an Produkten zu immer günstigeren Preisen an. Davor können auch gestandene Hersteller mit einer langen Tradition nicht die Augen verschließen. Es werden heute am Markt Holzspielzeuge zu Preisen angeboten, die sich Hersteller aus Deutschland und der Schweiz kaum mehr erlauben können. So achten die Hersteller schon in der Entwurfsphase mehr auf die Kosten und sind bedacht, ein Produkt für ein bestimmtes Preissegment zu produzieren. Die Kostenersparnisse bei der Realisierung von Ideen sind unumgänglich.

Ist Ihnen ein fairer Handel wichtig?

Ja 15, Nein 0

Den Antworten der Hersteller zufolge ist ihnen ein Handel basierend auf Respekt, Transparenz und Dialogbereitschaft wichtig. Bessere Handelsbindungen fördern soziale Rechte und gewährleisten eine nachhaltige Produktion. Eine nachhaltige Produktion kann wiederum nur mit fairem Handel einhergehen. Dazu zählt ein Mindestlohn für die Arbeitnehmer genauso wie der Schutz der Marke für die Unternehmung. Einzig der Preisdruck bedingt durch die starke Konkurrenzsituation steht einem fairen Handel entgegen.

Ist Ihnen eine ökologische Verpackung der Holzspielzeuge wichtig?

Ja 3, Nein 12

Die Verpackungen der Holzspielzeuge sind auch in Deutschland und der Schweiz nach wie vor selten umweltfreundlich. Das ist den Herstellern bewusst, jedoch sind nach ihrer Ansicht die Kunden sehr bedacht auf eine schöne, den Konventionen entsprechende Verpackung. Und schließlich stehen die Produkte in den Läden oder Online-Shops neben vielen anderen. Eine Änderung der Verpackung, wie von Woody-Toys angeregt, ist bei den meisten Herstellern aber nicht geplant. Es sollte doch aber möglich sein, künftig eine nachhaltigere Verpackung einzuführen, die auch den Kundenwünschen gerecht wird.

Legen Sie Wert auf eine FSC-Zertifizierung des Holzes?

Ja 4, Nein 11

An dieser Stelle trat ein ungewöhnliches Ergebnis zutage. So möchte man doch meinen, dass das FSC-Zertifikat bei den Herstellern beliebt ist. Es zeigt den Kunden transparent, dass ein Hersteller Holz aus einer nachhaltigen Waldnutzung bezieht. Das Zertifikat ermöglicht Herstellern zudem Kunden einen Mehrwert zu bieten und sich als nachhaltig zu präsentieren. Doch weit gefehlt. Die Hersteller setzen viel lieber auf die ihnen vertrauten Zulieferer mit denen sie schon lange zusammenarbeiten. Einige Hersteller kennen ihre Holzlieferanten schon seit vielen Jahren und pflegen ein vertrauliches Verhältnis. Mitunter ist das Waldgebiet der Holzgewinnung sogar in der näheren Umgebung und muss nicht die weiten Strecken transportiert werden, wie das bei FSC-Holz leider oft der Fall ist. Das kann der Kunde aber nicht erkennen.

Möchten Sie, dass ihre Holzspielzeuge im Internet angeboten werden?

Ja 12, Nein 3

Diese Frage führt zu einer Grundsatzdiskussion. Immer wieder gibt es Diskussionen darüber, ob der Verkauf von Holzspielzeug über das Internet gut oder nachteilig ist. Einige Hersteller äußern Bedenken und meinen, dass ihre Produkte angefasst werden müssen, damit sie verstanden und gekauft werden. Ein Verkauf über das Internet ist für diese Hersteller vor allem mit dem Blick auf die Marke und den Preis entscheidend. Das Image einer Marke leidet sehr, wenn die Produkte in vielen Shops zu immer günstigeren Preisen angeboten werden, in den Shops nicht ausführlich oder gar nicht beschrieben sind und eine Platzierung der Produkte mehr und mehr verloren geht. Zwölf der befragten Hersteller verschließen sich dem Internetgeschäft nicht und sehen darin eine Zukunft.

Sind Sie als Hersteller modern oder klassisch orientiert?

Ja 12, Nein 3

Holzspielzeug Hersteller aus Deutschland und der Schweiz haben zumeist eine Tradition oder auch eine traditionelle Ausrichtung. Sie haben lange auf bewährte Produkte gesetzt. Doch die Läden sind heutzutage voll mit Holzspielzeugen aus fernöstlicher Massenproduktion. Weiterhin gibt es neue Produktinnovationen aus Frankreich und Polen. Die Holzspielzeuge sind funktionaler und bunter geworden. Sie werden zunehmend mit anderen Materialien kombiniert. Die befragten Hersteller aus Deutschland und der Schweiz sehen sich aber weiter als klassische, traditionsbewusste Produzenten.

Legen Sie Wert auf optionale Zertifizierungen und Siegel?

Ja 4, Nein 11

Die Frage nach optionalen Zertifizierungen viel überraschend aus. Elf der befragten Hersteller gaben an, keinen besonderen Wert auf weitere Zertifizierungen zu legen. Der Grund seien die komplizierten und kostenintensiven Verfahren zum Erhalt der Zertifikate. Sehr begehrt ist unter den befragten Herstellern allerdings das „spiel gut“ Zeichen. Die Bewerbung für dieses Zeichen ist kostenfrei und das Verfahren unkompliziert. Weiterhin erfreut sich das „spiel gut“ Zeichen bei den Kunden großer Beliebtheit und ist sehr bekannt.

Welche der folgenden vier Holzarten verwenden Sie?

Erle 9
Kiefer 14
Buche 5
Fichte 10



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