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Farben im Holzspielzeug

Farben machen Holzspielzeuge besonders schön. Gleichzeitig sind Farben der Grund für die größten Bedenken der Verbraucher. Doch wie kommt die Farbe auf die Holzspielzeuge, woraus besteht sie und welche Gefahren entstehen beim Färben?

Es gibt verschiedene Methoden Holzspielzeug zu färben

Das Holz kann gebeizt, lasiert, gewachst oder lackiert werden, um einen oder mehrere Farbtöne zu erreichen. Lasuren lassen die Maserung des Holzes nach dem Färben „durchscheinen“ während farbige Lacke die Holzoberfläche bedecken und die Maserung verschwinden lassen. Sofern ein Holzspielzeug bedruckt wird, kommt eine Klarlackschicht als Schutz für den Druck zum Einsatz. Für das Wachsen und Lasieren der Holzoberfläche werden in den meisten Fällen rein organische Wachse und Öle aus biologischer Gewinnung genutzt. Es ist eine bedenkenfreie Form der Färbung von Holz die oft von nachhaltig orientierten Herstellern zur Färbung der Spielzeuge genutzt wird. Oft wird mit dieser Methode Lebensmittelsqualität erreicht. Gemeinhin sind Holzspielzeuge, die mit Wachsen und Ölen behandelt sind, teurer als beispielsweise lackierte. Deshalb ist die Verwendung von natürlichen Ölfarben auch ein Markensymbol vieler Hersteller. Ölfarben geben Verbrauchern am wenigsten Anlass für Bedenken.

Anlass zur Sorge über die Farben sind die konstitutionelle Bestandteile. Vor allem anorganische Pigmente wie sie in den Schwermetallen Quecksilber, Cadmium, Blei oder Chrom enthalten sind, finden in der Herstellung von Farbe Verwendung. Schwermetalle sind allgegenwärtig, so dass es in der Natur überall Schwermetalle auf natürliche Weise gibt. So liegt es auch in der Natur der Sache, dass niemand eine Farbe absolut frei von Schwermetallen herstellen kann.

Bei der Herstellung von Holzspielzeug für Kinder, Kleinkinder oder Babys ist es vom Gesetzgeber untersagt gesundheitlich bedenkliche Farben zu verwenden. Die DIN 53160 wurde diesbezüglich erarbeitet und eingeführt. Die Norm schreibt Herstellern vor, welche Bestandteile zu welchen Konzentrationen in der Farbe enthalten sein dürfen. Schwermetallkonzentrationen unterhalb der festgelegten Grenzwerte gelten nach allen bisherigen Untersuchungen auch für Kleinkinder und Babys als unschädlich und gesundheitlich unbedenklich. Wenn also in einem Testbericht von gefährlichem, gesundheitsgefährdenden Holzspielzeug die Rede ist, dann ist in vielen Fällen ein Grenzwert für ein Schwermetall überschritten. Das ist nicht schön, gibt jedoch nicht immer direkten Anlass zur Sorge. Die Holzspielzeughersteller arbeiten in der Regel mit Farbherstellern zusammen, diese wiederum lassen die Farben zertifizieren.

Die Farben müssen laut der DIN 53160 weiteren Anforderungen im Kinderzimmeralltag gerecht werden. Dazu müssen die Farben speichel- und schweißfest sein. Gerade Kleinkinder nehmen Spielzeuge gerne und oft in den Mund. Speichel ist eine aggressive Flüssigkeit, die gewöhnliche Lackierungen sehr schnell angreift. Ob ein Spielzeug speichel- sowie schweißfest ist, erkennen Sie daran, dass sich keine Farbe löst, wenn Sie mit einem feuchten Lappen kräftig über die Oberfläche fahren.

Das Lösen der Farbe kann nicht unbedingt vermieden werden. Manchmal sind an einem Holzspielzeug stellen zu finden, die darauf schließen lassen, dass ein Kind an dieser Stelle „geknappert“ hat. Auch unachtsamer Umgang mit einem Spielzeug führt zu Kratzspuren. Wenn ein Kratzer entsteht, löst sich an dieser Stelle immer ein wenig Farbe ab. Wenn sich Farbe ablöst, ist es nicht sehr unwahrscheinlich, dass diese in dem Mund eines Kindes gelangen.

Insgesamt ist das Risiko einer ernsthaften Schädigung von Kindern, Kleinkindern und auch Babys durch Farben an Holzspielzeugen sehr gering. Wählen Sie ein nicht lackiertes Holzspielzeug, ist die Gesundheitsgefährdung noch sehr viel geringer. Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, ob die Farben der DIN 53160 entsprechen. Ist dies der Fall, so ist es auch auf der Verpackung vermerkt. Eine CE-Kennzeichnung unterliegt anderen Maßstäben und bedeutet wiederum nicht, dass die verwendeten Farben auch der DIN 53160 entsprechen. Zuguterletzt überzeugen Sie sich selbst von der Qualität der Farbe, indem Sie an einem Holzspielzeug riechen und auch ein wenig daran kratzen. In einem Ladengeschäft ist dabei wichtig, als Grundlage für den Geruchstest ein frisch entpacktes Produkt zu nutzen. Denn sofern ein Spielzeug längere Zeit in einem Geschäft steht, verflüchtigen sich auch die schädlichen Inhaltsstoffe und der Geruch neutralisiert sich. Sollten Sie das Empfinden haben, dass die Farbe unangenehm oder chemisch riecht, dann entscheiden Sie sich lieber für ein anderes Produkt.



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